Photovoltaik Zubau im Februar 2013

Zwei aktuelle Meldungen bieten weiteren Gesprächsstoff für die Diskussion über das EEG im Allgemeinen und die EEG-Umlage im Besonderen. Erstens blieb der Zubau der Photovoltaik im Februar 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat in einem ähnlichen Bereich. Zweitens waren die Einnahmen aus der EEG-Umlage im März deutlich höher als die Ausgaben. Irgendwelche verlässlichen Aussagen über zukünftige Entwicklungen lassen sich aus keiner der beiden Zahlen ableiten.

Der Zubau im Februar

Im Februar 2013 wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwas mehr als 211 Megawatt zugebaut, im selben Monat des Vorjahres waren es ca. 230 Megawatt. Nachdem die Zahlen zuletzt andeuteten, dass das politische Ziel einer Verlangsamung des Zubaus in diesem Jahr erreicht werden könnte, meldet die Bundesnetzagentur nun also stattdessen erneut eine leichte Zunahme. Das allerdings sagt sehr wenig aus. Der Februar war immer ein Monat mit sehr geringem Zubau, wie auch die Zahlen des Vorjahres belegen. Den 211 Megawatt Zubau im Februar stand ein Photovoltaik Zubau von mehr als 7,5 Gigawatt im gesamten Jahr 2012 gegenüber. Der Winter eignet sich für Montagerarbeiten eben weniger als andere Jahreszeiten. Wegen des geringen Zubaus kann schon ein einziges größeres Projekt die Zahlen deutlich beeinflussen. Nahezu die gesamte Zunahme gegenüber dem Vorjahr entfällt auf eine Großanlage: In Brandenburg wurde ein Photovoltaikkraftwerk mit einer Leistung von 8,2 Megawatt in Betrieb genommen. Dies war zugleich die größte in Betrieb genommene Anlage, erneut wurde die Grenze von zehn Megawatt in keinem Projekt mehr erreicht. Die Beendigung der Förderung für Anlagen jenseits der zehn Megawatt erzielt also scheinbar Wirkung.

Fast eine Milliarde Euro Überschuss durch die EEG Umlage im März

Im März 2013 wurden durch die EEG-Umlage 1,94 Milliarden Euro eingenommen. Dem standen Auszahlungen in Höhe von nur 0,96 Milliarden Euro gegenüber. Dennoch weist der Gesamtkontostand des EEG-Umlagekontos noch ein Minus von etwa 430 Millionen Euro aus. Zu Beginn des Jahres waren es allerdings noch fast 2,7 Milliarden Euro. So gut diese Zahlen klingen, die Warnungen vor einem möglichen weiteren Anstieg der Umlage in den nächsten Jahren sind damit nicht vom Tisch. Im Winter füllt sich dieses Konto immer. Die höchste Einspeisevergütung wird für Solarstrom gezahlt, dorthin fließen die meisten Mittel aus der EEG-Umlage. Daher sind die Ausgaben im Winter traditionell niedrig. Im letzten Jahr wies das Umlagekonto nach den ersten drei Monaten ein Plus von einer Milliarde Euro aus, am Ende des Jahres stand ein Minus von fast 2,8 Milliarden Euro. Im März dieses Jahres wurde diese Entwicklung durch den ausgefallenen Frühling noch verstärkt.