Photovoltaik-Anteil an der Stromerzeugung auf 3,1 Prozent in 2011 gestiegen

Im Jahr 2011 trug die Photovoltaik 3,1 Prozent zur gesamten Stromerzeugung in Deutschland bei. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in dem der Anteil der Photovoltaik noch 1,9 Prozent betrug. Bereits heute steht fest, dass auch das Jahr 2012 einen erneuten Anstieg bringen wird, da der Zubau im vergangenen Jahr mit 7,5 Gigawatt erneut sehr hoch war.

Regenerative Energien insgesamt auf dem Vormarsch

Auch andere Formen der umweltfreundlichen Stromerzeugung weisen einen entsprechenden Aufwärtstrend auf. Insgesamt trugen regenerative Energien 2011 rund 20 Prozent zu Stromerzeugung bei. Spitzenreiter war dabei die Windkraft, die 38 Prozent des Stroms aus regenerativen Energiequellen lieferte. Biomassekraftwerke lagen mit einem Anteil von rund 30 Prozent vor der Photovoltaik, die knapp 16 Prozent beitrug. Damit tragen regenerative Energien maßgeblich dazu bei, dass Deutschland die in der EU vereinbarten Klimaziele erreichen kann. Insgesamt konnten die Emissionen von Treibhausgasen 2011 auf diese Weise um 129 Millionen Tonnen reduziert werden.

 


Quelle: BMU

Umweltbilanz schwierig zu ermitteln

Zahlen wie die genannten 129 Millionen Tonnen werden auf sehr einfache Weise ermittelt: Es wird im Wesentlichen berechnet, wie viele schädliche Emissionen verursacht würden, wenn der durch regenerative Energien erzeugte Strom aus fossilen Energieträgern gewonnen würde. Die regenerativen Energien werden dabei als emissionsfrei angenommen. Für Biomassekraftwerke, die nicht emissionsfrei arbeiten, wird die Gesamtbilanz in die Rechnung einbezogen: Wenn die genutzten Rohstoffe wirklich nachwachsen, handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf, der ebenso viele Schadstoffe bindet wie freisetzt. Unberücksichtigt bleibt hingegen der Energieaufwand für die Herstellung von Solarzellen oder Windrädern. Je nach Interessenlage kommen Studien also zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.