Neue Photovoltaik Förderung 2012 in Österreich

Die Förderung der Photovoltaik in Österreich basiert auf 2 Säulen. Einerseits kann eine so genannte Tarifförderung beantragt werden, die gewisse Ähnlichkeiten mit der deutschen Einspeisevergütung aufweist. Alternativ dazu ist eine Investitionsförderung aus dem Klima- und Energiefonds möglich, die einmalige Zuschüsse zu den Investitionskosten vorsieht. Auch dieses Förderprinzip findet in Deutschland Anwendung, allerdings nicht für Photovoltaikanlagen. In Deutschland werden so beispielsweise Solarthermie Heizungen gefördert. Insgesamt sinkt auch in Österreich die Förderung der Photovoltaik gegenüber den Vorjahren spürbar. Bemerkenswert ist allerdings, dass Österreich die von der EU vorgegebenen Höchstgrenzen der CO2-Emissionen ohnehin schon überschreitet und sich daher mit zusätzlichen Emissionszertifikaten eindecken muss, um Strafzahlungen an die EU zu vermeiden. Aufgrund des massiven Preisverfalls der Zertifikate rechnet sich das finanziell durchaus. Der eigentlichen Idee des Zertifikatehandels entspricht dieses Vorgehen allerdings nicht.

Die Tarifförderung

Die aktuellen Sätze der Tarifförderung für Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden betragen für Anlagen mit einer Leistung zwischen 5 und 20 Kilowatt 27,6 Cent pro Kilowattstunde, für größere Anlagen 23 Cent pro Kilowattstunde. Für Anlagen auf Freiflächen betragen die entsprechenden Fördersätze 25 beziehungsweise 19 Cent pro Kilowattstunde. In Österreich ist die gesamte für die Tarifförderung zur Verfügung stehende Summe jedoch strikt begrenzt, gegenwärtig auf 8 Millionen Euro. Anlagen müssen daher vorab registriert werden, um eine Förderzusage zu erhalten. Neuanträge werden dabei ans Ende der Warteliste gesetzt. Genau das ist das Problem, an dem zahlreiche Vorhaben scheitern. Die Antragsumme überstieg bereits in den letzten Jahren die Fördersumme erheblich, die Warteliste reicht inzwischen bis ins Jahr 2025. Für die Antragsteller bedeutet das nicht nur eine lange Wartezeit bis zum Beginn der Förderung, sondern auch deutlich niedrigere Fördersätze. Die Zusage für 2025 wird nicht zu den heute geltenden Sätzen erteilt. Es ist theoretisch möglich, eine Anlage heute zu installieren und eine Förderzusage für die Zukunft zu erhalten. Allerdings wird die Berechnung der Rentabilität so mehr oder weniger zum Glücksspiel.

Die Investitionsförderung

Auch hier ist die gesamte jährliche Fördersumme strikt begrenzt, im Jahr 2012 auf 25,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch rund 10 Millionen Euro mehr, dennoch war das gesamte Fördervolumen bereits wenige Stunden nach Beginn der Antragsfrist vergeben. Die Investitionsförderung wird als einmalige Unterstützung für die Anschaffung der Anlage gewährt und kann nur von Privatpersonen beantragt werden. Die Förderung beträgt für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen 1000 Euro pro Kilowatt Nennleistung, für freistehende Anlagen und Dachanlagen 800 Euro. Die Förderung ist auf maximal 5 Kilowatt pro Anlage begrenzt. Förderfähig sind auch größere Anlagen, allerdings wird die Förderung auch dann nur für 5 Kilowatt gewährt.