Neue Vergütungssätze für Photovoltaik Einspeisevergütung ab 9. März 2012

Nun ist es also beschlossen, Deutschland passt sich dem europäischen Trend weitgehender Kürzungen der Förderung der Solarenergie an. Spanien setzt die Förderung ganz aus, Italien streicht zumindest für Freilandanlagen die Förderung und die Schweiz passt die Einspeisevergütung den drastisch gesunkenen Kosten an. Der nächste Kürzungsschritt wird vom 01. Juli auf den 09. März vorgezogen und um eine zusätzliche einmalige Degression ergänzt. Mit rund 20 Prozent fällt die Kürzung für Kleinanlagen vergleichsweise hoch aus, allerdings gelten künftig nur noch Anlagen bis 10 Kilowatt als Kleinanlagen. Alle anderen Anlagentypen müssen eine stärkere Degression hinnehmen.

Nicht mehr der gesamte Strom wird gefördert

Neu ist auch, dass die Einspeisevergütung nicht mehr für den gesamten von einer Anlage produzierten Strom gezahlt wird. Betreiber von kleinen Dachanlagen bekommen 85 Prozent der jährlich produzierten Strommenge vergütet, für alle übrigen Anlagen gilt eine Fördergrenze von 90 Prozent. Hier hat offenbar die öffentliche Diskussion der letzten Wochen Wirkung gezeigt. Ursprünglich war diskutiert worden, die Menge des pro Anlage geförderten Stroms anhand der Nennleistung der Anlage festzusetzen. Davon wurde Abstand genommen, stattdessen wird nun die tatsächlich produzierte Strommenge zugrunde gelegt, von der 90 beziehungsweise 85 Prozent vergütet werden. Der ursprüngliche Vorschlag wurde von vielen Seiten kritisiert, da eine strikte Mengenbegrenzung pro Anlage diejenigen Betreiber benachteiligt hätte, die in hochwertige Anlagen und in eine regelmäßige Wartung investieren. Offenbar blieben diese Einwände nicht ungehört.

Vergütungssätze ab 9. März 2012

Mittelfristig soll der Zubau gedrosselt werden

Der Zubau der Photovoltaik soll mittelfristig verlangsamt werden. Ab Mai 2012 wird die Einspeisevergütung daher monatlich um 0,15 Cent pro Kilowattstunde sinken. Sollte der tatsächliche Zubau weiterhin oberhalb des vorgegebenen Zielkorridors liegen, wird diese monatliche Degression sogar noch stärker ausfallen. Gegenwärtig liegt dieser Zielkorridor bei 2,5 bis 3,5 Gigawatt pro Jahr. Ab 2014 soll ein geringerer Zubau angestrebt werden. Der Zielkorridor soll jährlich um 400 Megawatt nach unten verschoben werden und ab 2017 bei 0,9 bis 1,9 Gigawatt festgeschrieben werden.

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