Entwicklung der installierten Photovoltaik Leistung

Die Gesamtleistung der weltweit installierten Photovoltaikanlagen wächst rasant – sowohl weltweit als auch in Deutschland. Weltweit waren im Jahr 2010 bereits 42 Gigawatt installiert, allein auf Deutschland entfielen davon 17 Gigawatt. Die Rate des Zubaus deutet an, dass Deutschland seine Spitzenposition weiter ausbauen wird. In Deutschland wuchs die installierte Photovoltaik Leistung im Jahr 2010 um rund 43 Prozent, im klimatisch deutlich besser geeigneten Spanien lediglich um knapp zehn Prozent. Noch schleppender verläuft der Ausbau in den USA, wo die installierte Gesamtleistung nur wenig mehr als ein Gigawatt betrug und auch der Zubau mit drei Prozent fiel sehr bescheiden aus. China, ein weltweiter Marktführer in der Photovoltaik Technik, produziert vornehmlich für den Export und treibt den Ausbau im eigenen Land nur schleppend voran.

Kritiker melden sich zu Wort

Unbestreitbar ist Deutschland im internationalen Vergleich unter klimatischen Gesichtspunkten kein idealer Photovoltaik Standort. Die durchschnittliche Strahlungsleistung der Sonne beträgt in Deutschland nur 110 Watt pro Quadratmeter, in Spanien beträgt die Leistung mit 230 Watt pro Quadratmeter mehr als das Doppelte. Die Fokussierung der Photovoltaik auf Deutschland ist eine Konsequenz der hohen staatlichen Photovoltaik Förderung. Diese macht die Photovoltaikanlage auf dem Dach zu einer lohnenden Investition. Einigen geht diese Förderung zu weit. Dass mit Michael Fuchs, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Bundestag, ausgerechnet ein prominenter Vertreter des Wirtschaftsflügels der CDU eine Umverteilung von unten nach oben beklagt, verwundert jedoch. Ob seine Hauptsorge wirklich den „Hartz IV Empfängern oder Mietern“ gilt, die so die „Solaranlagen von wohlhabenden Hausbesitzern bezahlen“, sei dahingestellt.

Umdenken zur dezentralen Energieversorgung erforderlich

Rund die Hälfte der Stromsubventionen fließt in die Photovoltaik, obwohl sie nur drei Prozent zum Stromverbrauch beiträgt. Solange Photovoltaikanlagen Inseln in einem Stromnetz sind, dass durch eine zentrale Energieversorgung mittels Großkraftwerken bestimmt ist, lässt sich diese Bilanz schwerlich schön rechnen. Anders fällt die Rechnung aus, wenn Photovoltaik als Keimzelle einer dezentralen Energieversorgung verstanden wird, in der Strom direkt beim Verbraucher erzeugt wird und nicht über weite Strecken transportiert werden muss. Dann könnten beispielsweise milliardenschwere Einsparungen beim Netzausbau die Bilanz erheblich aufpolieren. Das allerdings setzt Speichertechniken voraus, die Solarhäuser auch nachts unabhängig von Stromlieferungen machen. Und es setzt eine Abkehr von der Denkweise voraus, auch Ökostrom müsse zentral in riesigen Offshore Windparks erzeugt werden, um langfristig wirtschaftlich zu sein.

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