Photovoltaik Module

Die Solarmodule stellen das Herz der Photovoltaikanlage dar. Um genügend Solarstrom zu erzeugen werden viele Solarzellen zusammengeschaltet. Je nach verwendetem Material spricht man von polykristallinen-, monokristallinen- oder Dünnschichtmodulen.

Verschaltung

Die Solarzellen in einem Photovoltaik Modul werden üblicherweise in Reihe geschaltet, sodass sich die einzelne Spannung zu einer hohen Spannung addiert. Werden also zum Beispiel 72 Solarzellen mit je 0,5 Volt in einem Solarmodul in Reihe geschaltet, ergibt sich eine Ausgangsspannung von 72 x 0,5 Volt = 36 Volt. Die in den Photovoltaik Modulen verschalteten Solarzellen unterscheiden sich in Herstellung, Wirkungsgrad, Kosten und den verwendeten Rohstoffen.

Polykristalline Solarmodule

Polykristalline Photovoltaik Module bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zur Herstellung von polykristallinen Zellen wird der Rohstoff Silicium geschmolzen, in Blöcke gegossen und anschließend in Scheiben zersägt. Beim Abkühlen bilden sich unterschiedlich große Kristalle. Verunreinigungen führen zu einem geringeren Wirkungsgrad gegenüber monokristallinen Solarmodulen. Dennoch haben polykristalline Photovoltaik Module den größten Marktanteil, da der Preis pro Kilowatt-peak besonders günstig ausfällt. Insbesondere wenn genügend Dachfläche vorhanden ist, sind polykristalline Solarmodule die richtige Wahl. Zudem wird der Wirkungsgrad dank neuer Entwicklungen und stetiger Forschung immer besser. Der Wirkungsgrad von polykristallinen Solarmodulen liegt aktuell zwischen 12 und 16 Prozent.

Effiziente Photovoltaik Module für private und gwerbliche AnlagenMonokristalline Solarmodule

Bei der Herstellung monokristalliner Solarmodule wird aus dem geschmolzenen Silicium ein Block gezogen, der aus einem sogenannten Einkristall besteht. So fallen Defekte an den Kristallgrenzen weg und es können deutlich höhere Wirkungsgrade erzielt werden. Allerdings ist der Fertigungsprozess aufwendiger und die Photovoltaik Module sind daher auch teurer. Monokristalline Solarmodule sind insbesondere bei Platz- oder Statikproblemen die richtige Wahl. Der Wirkungsgrad liegt durchschnittlich zwischen 14 und 18 Pozent.

Dünnschichtmodule

Bei Dünnschichtmodulen, auch amorphe Solarmodule genannt, wird eine dünne Schicht auf ein Trägermaterial aufgedampft. Diese Dünnschicht kann aus amorphem oder kristallinem Silicium, aber auch aus Cadmium-Tellurid, Galliumarsenid oder Kupferindiumselenid bestehen. Durch den geringen Materialaufwand können Dünnschichtmodule besonders preisgünstig gefertigt werden. Ihr Marktanteil steigt daher kontinuierlich. Andererseits liegt der Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen deutlich unter dem von poly- oder monokristallinen Solarmodulen, nämlich nur bei rund 6 bis 10 Prozent. Demgegenüber sind Dünnschichtmodule besonders leicht und flexibel und bringen selbst bei diffusem Licht noch gute Erträge. Zudem sind Verschattungen bei Dünnschichtmodulen weniger kritisch.

Auswahl und Installation

Die Auswahl der richtigen Solarmodule ist eine ganz individuelle Abwägung der Vor- und Nachteile. Insbesondere der Wirkungsgrad und die Kosten sind in der Praxis die entscheidenden Punkte.