Sunny Design von SMA jetzt online nutzbar

SMA stellt sein Planungstool für Photovoltaikanlagen ab sofort auch in einer kostenlosen Onlineversion zur Verfügung. Der Hersteller von Wechselrichtern reagiert damit auf das veränderte Nutzerverhalten von Internetusern. Die Vorgängerversionen von Sunny Design erforderten eine Softwareinstallation auf dem Rechner und konnte mit Smartphones nicht verwendet werden. Die neue Version ist ein reines Onlinetool, das keine lokale Installation mehr erfordert.

Der Zugang ist mit allen Endgeräten möglich, wobei diese automatisch erkannt werden, um die Bildschirmdarstellung automatisch anzupassen. Auch die Eingabemöglichkeiten wurden den mobilen Endgeräten angepasst. Wo immer möglich, erfolgt die Eingabe über vorgegebene Auswahllisten, Tastatureingaben wurden auf das unvermeidliche Minimum reduziert. Zu finden ist Sunny Design hier: www.SunnyDesignWeb.com.

Umfangreiche Datenbank hinterlegt

SMA hat einen beträchtlichen Aufwand betrieben, um die Nutzung des Programms für den Anwender möglichst einfach zu gestalten. Relativ klein und unscheinbar ist am oberen Bildschirmrand ein Auswahlmenü für die Sprache hinterlegt. Es empfiehlt sich, auch mit soliden Englischkenntnissen hier von der Standardeinstellung „englisch“ auf „deutsch“ zu wechseln. Im Folgenden warten einige Fachbegriffe, für die selbst gute Englischkenntnisse nicht ausreichen und bei denen es darüber hinaus hilfreich ist, nötigenfalls auf deutschsprachige Erklärungen zurückgreifen zu können. Nicht jeder wird beispielsweise wissen, was unter der Schieflast eines Stromnetzes zu verstehen ist. Anschließend geht es an die Auswahl des Standortes, der von dem Programm genutzt wird, um zahlreiche Eingabewerte vorzuschlagen. Dazu gehören die maximalen und minimalen Außentemperaturen und technische Spezifikationen, die beim Netzanschluss zu beachten sind. Auch die anzuwendenden Förderrichtlinien für die Ertragsprognose werden automatisch ermittelt, was für ein weltweit anwendbares Tool durchaus beachtlich ist. Im nächsten Schritt können Wechselrichter und Module aus einer umfassenden Liste ausgewählt werden. Dass SMA in allen ansonsten alphabetisch sortierten Listen oben auftaucht, dürfte sich von selbst verstehen. Auch Angaben zur Montage der Module können hier gemacht werden, wozu auch die Neigung und die Ausrichtung des Dachs gehören. Die passende Verkabelung wird anschließend automatisch vorgeschlagen. Schließlich müssen noch Angaben zum Eigenverbrauch gemacht werden. Hier sind individuelle Eingaben möglich. Wer sich nicht sicher ist, kann auf Standardwerte für Gewerbebetriebe und Privathaushalte zurückgreifen. Anhand all dieser Angaben wird eine Ertragsprognose ermittelt.

Fazit: Ein leicht zu bedienendes Tool

Sunny Design erlaubt es, in wenigen Minuten eine Ertragsprognose für eine Photovoltaikanlage zu erstellen. Wo immer möglich, werden für die erforderlichen Eingaben Werte vorgeschlagen, wobei sowohl die klimatischen Bedingungen als auch die gesetzlichen Regelungen am Standort der Anlage berücksichtigt werden. Abzuwarten bleibt, ob es SMA gelingt, die hinterlegte Datenbank angesichts ständiger Gesetzesänderungen weltweit stets aktuell zu halten.

Bild: Screenshot von http://www.sunnydesignweb.com