Altmaier will den Ausbau der Photovoltaik bremsen

In den letzten Jahren konnte ein stetiger Wachstum beim Bau von Photovoltaikanlagen und Solarparks festgestellt werden. Dazu brauch man sich lediglich in der eigenen Gegend umschauen. Anlagen werden auf die Dächer gesetzt, Solarparks werden auf freie Flächen gesetzt und das Stromnetz wird an die Belastungsgrenze gebracht. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will diesem Vorgehen nun einen Riegel vorschieben.

Nach seiner Aussage muss der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland bezahlbar, organisch und beherrschbar sein. Die Entwicklung sei „in dieser Geschwindigkeit weder nachhaltig noch bezahlbar“. Diese Aussagen traf Altmaier in einem Gastbeitrag in der Financial Times. Realisiert werden soll dies durch eine kurzfristige Reform des Energieeinspeisegesetzes (EEG). 

Trotz Kürzung ist die Zubaurate zu hoch

Die Bundesregierung hatte erst vor kurzer Zeit die eigenen Kürzungspläne der Solarförderung bestätigt, trotzdem ist die Zubaurate in der Photovoltaik weiterhin zu hoch. Sollte die Entwicklung also trotz Kürzung so weitergehen, werden Ende 2020 über 90 Gigawatt alleine an Leistung aus der Photovoltaik gewonnen werden können. Der Strombedarf bei einem sonnigen Sonntagnachmittag liegt jedoch nur bei 35 Gigawatt. Altmaier sieht dabei jedoch nicht den Ausbau an sich und die damit verbundenen Ziele als falsch an, sondern kritisiert viel eher das Tempo und die fehlende Organisation.

Lösung für das Problem gesucht

Eine Lösung für dieses Problem gibt es momentan noch nicht und es scheint auch nicht so, als würde innerhalb kürzester Zeit eine gefunden werden. Der Bundesumweltminister Altmaier sagte selbst dazu: „Nicht unsere Ausbauziele waren falsch, sondern das ungeordnete Tempo des Ausbaus. Deshalb haben wir Degressionsmodelle vorgesehen, die die Förderung umso stärker kürzen, je schneller der Ausbau voranschreitet.“

Pardon, aber nach einer Lösung sieht dies nicht aus. Viele eher nach einer Notbremse die gezogen werden muss, mit der Versucht wird die eigenen Fehler der Bundesregierung und der Förderungen auszubügeln. Auf lange Sicht muss Photovoltaik weiterhin einen großen Bestandteil der Energiegewinnung ausmachen, dabei sollte jedoch der Besitzer einer Photovoltaikanlage nicht das Interesse daran verlieren, weil es für ihn nicht mehr lukrativ ist.