Photovoltaik steigt 2013 um 14 Prozent

Im Jahr 2013 wies die Photovoltaik unter den erneuerbaren Energien erneut das größte Wachstum auf. Die erzeugte Strommenge stieg nach dem aktuellen Bericht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 14 Prozent, während die Windenergie um 5,4 Prozent zulegen konnte. Die Biomasse verzeichnete einen Zuwachs von etwa sechs Prozent.

Nur eine geringe Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien

Ihren Anteil am Gesamtenergieverbrauch konnten die erneuerbaren Energien im Jahr 2013 nur leicht von 11,3 auf 11,5 Prozent steigern. Der gesamte Energieverbrauch betrug 474,5 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten, was gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 2,5 Prozent bedeutet. Ursächlich für diesen relativ hohen Anstieg war der kalte Winter, der den Bedarf an Wärmeenergie überdurchschnittlich steigen ließ. Dies ist eine der Ursachen dafür, dass der Anteil konventionell erzeugter Energie nur marginal gesunken ist. Eine weitere Ursache ist die Zurückhaltung der Verbraucher beim Biosprit. Der Einsatz von Biokraftstoffen brach um rund zehn Prozent ein, was die Gesamtbilanz der regenerativen Energien ebenfalls belastete.

Beim Stromverbrauch sieht es besser aus

Betrachtet man statt des gesamten Energieverbrauchs nur den Stromverbrauch, sehen die Zahlen in mehrfacher Hinsicht erfreulicher aus. Zunächst ist der Stromverbrauch im Gegensatz zum gesamten Energieverbrauch nicht gestiegen, sondern um mehr als ein Prozent auf 528 Milliarden Kilowattstunden gesunken. Die erneuerbaren Energien konnten ihren Anteil an der Stromerzeugung von 22,8 auf 24 Prozent steigern, die Photovoltaik allein ihren Anteil von 4,2 auf 4,7 Prozent. Anders als der Stromverbrauch ist die Stromerzeugung jedoch gestiegen, der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt etwa 0,5 Prozent. Damit stieg der Export von Strom in die Nachbarländer deutlich an. Was bei anderen Gütern gesamtwirtschaftlich eine gute Nachricht wäre, ist beim Strom ein wenig problematisch. Überschüssiger Strom muss sofort exportiert werden, was dazu führt, dass längst nicht immer kostendeckende Preise erzielt werden.

Anstieg der CO2-Emissionen

Trotz des Zuwachses der erneuerbaren Energien sind die CO2-Emissionen der Energieerzeugung um 2,5 Prozent gestiegen. Damit wurde im zweiten Jahr in Folge das Ziel verfehlt, die Emissionen zu senken. Im Wesentlichen liegt das daran, dass es innerhalb der fossilen Energieträger zu einer Verschiebung vom Erdgas zur Kohle gekommen ist. Dies ist eine Folge des Preisverfalls der Emissionszertifikate, der die besonders umweltschädliche Verstromung von Kohle wirtschaftlich wieder attraktiv werden ließ. Braunkohlekraftwerke sind zwar nach wie vor die umweltschädlichsten Kraftwerke, aber zumindest konnten die CO2-Emissionen bei neuen Kraftwerken gegenüber den Altanlagen deutlich gesenkt werden. Aus diesem Grund schlägt die Renaissance der Braunkohle sich nur teilweise in einem Anstieg der CO2-Emissionen nieder.

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