Gründung der DGS Akademie Berlin

Der Landesverband Berlin Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie e.V. (DGS) hat sein Bildungsangebot mit der Gründung einer Solarakademie erweitert. Bereits seit 1996 betreibt die Gesellschaft die „SolarSchule“, die berufliche Fortbildungen im Bereich Solarenergie anbietet.

Zielgruppe dieses Angebots sind neben den Installateuren und Technikern aus der Branche beispielsweise auch Architekten. Die von der DGS SolarSchule an erfolgreiche Absolventen verliehenen Zertifikate „DGS Fachkraft Photovoltaik“ und „DGS Fachkraft Solarthermie“ sind als Qualifikationsnachweise anerkannt. Die SolarSchule wird unter dem Dach der neu gegründeten „DGS Akademie Berlin“ weitergeführt. Zusätzlich wird die Akademie Tagungen und Konferenzen rund um das Thema Solarenergie ausrichten.

Sicherheit der Photovoltaik

Bereits angekündigt ist die Konferenz „Sicherheits- und Schutzkonzepte von PV-Anlagen im Bau und Betrieb“, die am 19. und 20 September in Berlin stattfinden wird. Bis zum 15. März können noch Vorschläge für Fachvorträge eingereicht werden. Thematisch deckt die Tagung sämtliche sicherheitsrelevanten Aspekte der Installation und des Betriebs von Photovoltaikanlagen ab. Dazu zählen insbesondere auch Maßnahmen des Arbeitsschutzes während der Installation sowie die damit verbundenen haftungsrechtlichen Fragen. Selbstverständlich werden auch die elektrische Betriebssicherheit, der Brandschutz und der Blitzschutz auf dieser Tagung thematisiert. Schadensstatistiken zeigen, dass in diesen Bereichen die häufigsten Fehlerquellen zu finden sind. Auf dem Tagungsprogramm steht auch die bauliche Sicherheit. Insbesondere Montagen an Fassaden stellen hohe Anforderungen an die Sicherheit und die Stabilität der Modulhalterungen. Die Praxis zeigt jedoch, dass auch nicht alle Dachmontagen hohen Schneelasten oder Windkräften gewachsen sind.

Photovoltaikanlagen sind ein Unfallschwerpunkt

Während die Wichtigkeit der Themen Brandschutz und elektrische Betriebssicherheit mittlerweile allgemein akzeptiert ist, werden die speziellen Sicherheitsrisiken während der Montage noch oft unterschätzt. Berufsgenossenschaften berichten, dass Photovoltaikanlagen zu einem Unfallschwerpunkt geworden sind. Primär liegt das sicherlich an der großen Anzahl solcher Anlagen, mehr als eine Millionen sind mittlerweile in Deutschland in Betrieb. Bei dieser Anzahl an Montagen sind Arbeitsunfälle nicht gänzlich auszuschließen. Die Statistiken zeigen jedoch, dass die Zahl der Unfälle bei der Montage von Photovoltaikanlagen überdurchschnittlich hoch ist. Eine der Ursachen liegt darin, dass die Montagen oft von Elektrobetrieben durchgeführt werden, die – anders als Dachdecker oder Bauunternehmen – über wenig Erfahrung mit Dacharbeiten verfügen. Umgekehrt gilt dasselbe: Sind anschließend zur Abdichtung Dachdeckerarbeiten nötig, werden diese von Personen ausgeführt, die über wenig Erfahrung mit den Risiken elektrischer Anlagen verfügen. Hinzu kommt, dass bei der Planung oft nicht auf die leichte Zugänglichkeit von Komponenten geachtet wird, die später regelmäßig gewartet werden müssen. Dadurch wird die Zahl der riskanten Einsätze auf dem Dach unnötig gesteigert.