Weltweite Solarinvestitionen sind in 2011 auf Rekordwert gestiegen

Die Investitionen in Solarenergie haben im Jahr 2011 erneut einen Rekordwert erreicht. Wie bereits im Vorjahr war die Solartechnik Spitzenreiter bei den weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien. Die Investitionen in die Solarenergie in den G-20-Staaten stiegen um 44 Prozent auf 128 Milliarden Dollar an. Da diese 20 Länder rund 95 Prozent der Wirtschaftsleistung auf sich vereinen, entspricht dies in etwa auch den weltweiten Gesamtinvestitionen.

Solarenergie mit höchsten Wachstumsraten

Insgesamt stiegen die Investitionen in erneuerbare Energien deutlich langsamer als im Bereich Solarenergie. Allerdings wurde auch hier mit 263 Milliarden Dollar ein neuer Rekordwert erreicht, die Steigerung gegenüber dem Vorjahr betrug 6,5 Prozent. Die meisten Investitionen wurden mit 48 Milliarden Dollar in den USA getätigt, gefolgt von China mit 45,5 Milliarden Dollar und Deutschland mit 30,4 Milliarden Dollar. Die Wachstumsraten waren in den unterschiedlichen Weltregionen dabei höchst unterschiedlich. Amerika verzeichnete mit einem Gesamtwachstum von 21 Prozent den höchsten Anstieg, getrieben von den USA, in denen ein Zuwachs um 44 Prozent zu verzeichnen war. Deutlich niedriger war das Wachstum in den anderen Staaten des Kontinents, die aufstrebende Wirtschaftsmacht Brasilien verzeichnete aber immerhin eine Anwachsen der Investitionen um 15 Prozent. Vergleichsweise moderat fiel die Zunahme der Investitionstätigkeit mit vier Prozent in Europa aus. Allerdings war das Ausgangsniveau in Europa deutlich höher, weswegen Europa die weltweite Spitzenposition trotz des moderaten Wachstums behauptet hat. Weniger optimistisch stimmen jedoch die Zukunftsaussichten, da das europäische Wachstum von hohen Zuwachsraten in Großbritannien, Spanien und Italien getragen wurde. Diese Länder sind von der Staatsschuldenkrise stark betroffen und haben die Solarförderung bereits als Einsparpotenzial identifiziert.

Starker Anstieg der installierten Leistung

Die Kosten für erneuerbare Energien sinken, weswegen dem Zuwachs an Investitionen ein noch höheres Wachstum der installierten Leistung entspricht. Auch beim Preisverfall ist die Photovoltaik führend, binnen drei Jahren sanken die Modulkosten um 75 Prozent (vgl. dazu die Preisentwicklung der Gesamtkosten für Aufdachanlagen). Insgesamt wurden 2011 83,5 Gigawatt an erneuerbaren Energien zugebaut, die weltweite Gesamtleistung beläuft sich damit auf 565 Gigawatt. Damit haben die erneuerbaren Energien die Kernenergie deutlich distanziert. Ende 2011 wurde aus erneuerbaren Energien weltweit 50 Prozent mehr Strom gewonnen als aus Kernenergie.

Positive Aussichten

Weltweit ist trotz der beschlossenen Einsparungen in Europa mit einem weiteren Wachstum zu rechnen. China und die USA werden dabei vermutlich eine führende Rolle spielen. Beide Staaten werden sicherlich die Chance nutzen, auf diese Weise ihr Ökoimage aufzupolieren. Intern spielen Umweltaspekte allerdings eine untergeordnete Rolle. Es geht primär um die Reduzierung der Abhängigkeit von Rohstoffimporten. Ein Argument, das es verdient hätte, auch hierzulande stärker beachtet zu werden. Immerhin bezieht auch Deutschland die meisten seiner Rohstoffimporte aus Ländern, von denen man nur ungern abhängig ist.

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