Start der Photovoltaik Förderung 2013 in Österreich

In Österreich wird die Photovoltaik ähnlich wie in Deutschland über eine Einspeisevergütung gefördert. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass das Förderbudget strikt begrenzt ist und eine PV-Anlage nur gefördert wird, wenn zuvor eine entsprechende Zusage erteilt wurde. Zusätzlich zu diesem Fördersystem wurde nun ein zweites Programm gestartet, das auf einmalige Investitionszuschüsse setzt.

36 Millionen Euro zusätzlich

Das neue Förderprogramm ist Bestandteil des Klima- und Energiefonds, der Förderrahmen für 2013 beträgt 36 Millionen Euro. Gefördert werden ausschließlich Anlagen auf Wohngebäuden. Darunter fallen alle Gebäude, in denen der Anteil der Wohnfläche mindestens 50 Prozent beträgt. Die einmalige Förderung beträgt 300 Euro pro Kilowatt Nennleistung, für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen 400 Euro. Als gebäudeintegriert gelten alle Module, die zusätzlich die Funktion eines Gebäudeelements übernehmen, dieses also ersetzen. Die Photovoltaik Module können also in das Dach oder die Fassade integriert sein, darüber hinaus können sie auch als Beschattungselement fungieren. Gefördert werden maximal fünf Kilowatt pro Anlage, die Anlagen dürfen jedoch auch größer sein. Bei der Antragstellung muss ein konkreter Termin für die Inbetriebnahme genannt werden, die spätestens zwölf Wochen nach der Beantragung erfolgen muss. Das Fördervolumen von 36 Millionen Euro reicht für ungefähr 24.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 115 Megawatt. Nach Einschätzung der Regierung reicht das aus, um jeden Antrag zu bewilligen, weswegen kein Grund zur Eile bestehe und Antragsteller sich Zeit lassen können, bis der Termin der Inbetriebnahme genau feststehe. Mit diesem Hinweis reagiert die Regierung auf etliche Pannen zu Jahresbeginn. Die IT-Systeme für die Beantragung der Förderung über die Einspeisevergütung brachen zum Jahreswechsel pünktlich um Mitternacht zusammen, da zahlreiche Unternehmen ihre Anträge über so genannte Bots automatisch einreichten. Normale Antragsteller erhielten stundenlang Fehlermeldungen. Als sie endlich ihren Antrag stellen konnten, war das Budget bereits aufgebraucht.

Ehrgeizige Pläne in Österreich

Bis 2050 will das Land seinen kompletten Energiebedarf aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse decken. Die Förderung privater Photovoltaikanlagen stellt nur einen Baustein in dieser Strategie dar. Im Jahr 2012 konnte der Photovoltaik-Zubau auf 230 Megawatt gesteigert werden, insgesamt betrug die installierte Leistung Ende 2012 bereits 420 Megawatt. Geplant ist, bis 2015 die Grenze von einem Gigawatt zu erreichen. Österreich bietet gute Voraussetzungen für die Photovoltaik, die jährliche Sonneneinstrahlung ist durchschnittlich um zehn Prozent höher als in Deutschland. Der Süden des Landes weist beinahe ein Mittelmeerklima auf, dort sind die klimatischen Voraussetzungen noch erheblich günstiger.