Photovoltaik Großprojekte in den USA

Die Photovoltaik in den USA boomt. Der von einigen Seiten prognostizierte Einbruch des US-Marktes infolge der gegen China verhängten Strafzölle ist bislang ausgeblieben. Im ersten Quartal ist die Zahl der Installationen gegenüber dem Vorjahr um 85 Prozent gestiegen. Wenngleich diese Quartalsstatistik noch nicht von den später verhängten Strafzöllen beeinflusst war, prognostiziert GTM Research einen anhaltenden Boom, primär im Bereich der Dünnschichtmodule.

Die Nachfrage nach den für die Herstellung dieser Module wichtigen Metallen Indium und Gallium wird laut GTM Research dadurch deutlich ansteigen, weswegen weltweit mit Preissteigerungen zu rechnen sei.

Mehrere Großprojekte

Traditionell tragen Großprojekte in den USA stärker zur Nachfrage nach Photovoltaik Modulen bei als in vergleichbaren Ländern. Aktuell ist wieder über zwei solcher großen Projekte zu berichten. Die Stadt Los Angeles hat ein Photovoltaik Kraftwerk mit einer Leistung von 11,4 Megawatt in der Mojave-Wüste in Betrieb genommen. Die Komponenten wurden von der US-Tochter von Solarworld geliefert. Diese stellte nicht nur die 46.000 Module mit einer Leistung von je 250 Watt her, sondern auch die Montagevorrichtungen. Auch die Wechselrichter wurden in den USA hergestellt. Bei der Wahl des Standortes stand nicht räumliche Nähe, sondern die klimatische Eignung im Vordergrund. Das Kraftwerk wurde in der Nähe der Stadt Adelanto gebaut, die rund 100 Kilometer von Los Angeles entfernt ist. Dieser Stadt verdankt es auch den Namen Adelanto-Kraftwerk. Dieser Standort bot sich auch deswegen an, weil das erforderliche Stromnetz bereits vorhanden war. Ein weiteres Großprojekt wurde aktuell durch die Unterzeichnung der Verträge auf den Weg gebracht. In der Umgebung von San Antonio werden mehrere Photovoltaik Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt entstehen, die ersten 50 Megawatt sollen bereits 2013 ans Netz gehen. Federführend sind in diesem Projekt der südkoreanische Konzern OCI und das amerikanische Unternehmen CPS Energy.

CPS Energy setzt auf Photovoltaik

Für CPS Energy stellt dieses Projekt eine erhebliche Investition dar. Die Begründung des Unternehmens für diese strategische Entscheidung klingt mehr als einleuchtend: Photovoltaik liefert Strom zu Zeiten des Spitzenbedarfs. Außerdem erfüllt das Unternehmen mit dem Bau dieser Kraftwerke alle Umweltauflagen, weil es mit den 400 Megawatt eine hinreichend hohe Quote emissionsfreien Stroms erzielt. Der Region verspricht CPS Energy mehr als 800 neue Arbeitsplätze sowie direkte und indirekte Mehreinnahmen von rund 700 Millionen Dollar pro Jahr.