Droht der Solarkrieg mit China?

Erst in einem kürzlich erschienenen Beitrag sind wir auf die Anti-Duminp-Klage gegen chinesische Photovoltaik Hersteller eingegangen. Dabei geht es vor allem um die teilweise sehr niedrig ausfallenden Preise der Photovoltaik Module. Für Europa könnte es eng werden, denn das Verhältnis zum Handelspartner China verschlechtert sich. Die chinesische Photovoltaik Industrie möchte natürlich gegen die Anti-Dumping-Maßnahmen der EU vorgehen und diese so nicht stehen lassen. Es könnte am Ende zu einem branchenübergreifenden „Handelskrieg“ kommen. Chinesische Unternehmen stehen demnach mit dem Rücken an der Wand.

Yingli-Planungschef Wang Yiyu sieht es als „lebensbedrohlichen Schlag“ gegen die Photovoltaik Branche in China an, sollte auch die Europäische Kommission den Klagen folgen. Die vier marktführenden Unternehmen (Yingli, Suntech, Trina und Canadian Solar) gaben eine Erklärung dazu ab und beschrieben darin die problematische Situation und welche Folgen es haben könnte. Zudem könnten dadurch hohe Verluste auf beiden Seiten verzeichnet werden, sollte die Klagen so durchkommen.

USA mit Strafzöllen - Chinesische Unternehmen mit hohen Subventionen

Die chinesische Regierung will einen klaren Standpunkt auf dem weltweiten Markt der Photovoltaik beziehen. Demnach sollen die chinesischen Unternehmen große Wettbewerbsvorteile durch staatliche Subventionen genießen. Erst im Mai hatte das US-Handelsministerium die Vorwürfe gegen die Dumpingpreise bestätigt und die Exporte Chinas in die USA sollen demnach mit 31 - 250% an Strafzöllen aufgeschlagen.

Auf der anderen Seite hat sich Peking dazu entschlossen auf ihre ganz eigene Weise gegen die USA und Südkorea zu reagieren. Letzte Woche startete eine Untersuchung für importiertes Silizium. Man darf gespannt sein wo es am Ende hinführen wird.

EU größte Abnehmer von Photovoltaik Anlagen

Europa ist im Bereich der Photovoltaik ein führender Markt. ¾ der weltweit installierten Photovoltaik Anlagen stehen in Europa. Demnach sind die Europäischen Staaten auch der anscheinend größte Abnehmer für die Produkte aus China.

Es wird noch ein harter Weg und es gilt am Ende den goldenen Weg zu finden. Auf beiden Seiten stehen viele Jobs und Milliarden auf dem Spiel. In gewisser Weise sind beide Märkte voneinander abhängig.