Photovoltaik Einspeisevergütung für November 2012 veröffentlicht

Die Einspeisevergütung für Solarstrom wird in den nächsten Monaten nochmals deutlich sinken. Bereits im November sinkt sie auf Werte zwischen 12,39 und 17,9 Cent pro Kilowattstunde, im Dezember und im Januar kommt es zu einer weiteren Absenkung um jeweils 2,5 Prozent.

Zubau nach wie vor hoch

Die Entwicklung der Einspeisevergütung ist an den Zubau von Photovoltaik Anlagen gekoppelt. Spät, aber gerade noch rechtzeitig, hat die Bundesnetzagentur nun die Zubauzahlen für September veröffentlicht. Im September wurden nach diesen Zahlen rund 980 Megawatt zugebaut, in den drei Monaten Juli, August und September betrug der gesamte Zubau mehr als 1,8 Gigawatt. Das EEG schreibt vor, dass als Prognose für den Zubau in den nächsten 12 Monaten das Vierfache dieses Werts anzunehmen ist. Damit liegt die Prognose um fast 4 Gigawatt oberhalb des angestrebten Zubaukorridors, weswegen es nun zu einer deutlichen Absenkung der Einspeisevergütung im November 2012 kommt.

Die neuen Werte der Einspeisevergütung

Für Kleinanlagen bis zehn Kilowatt beträgt die Einspeisevergütung im Oktober 18,36 Cent. Im November sinkt sie auf 17,9 Cent, in den beiden Folgemonaten auf 17,45 beziehungsweise 17,02 Cent. Die Degression der Einspeisevergütung für Anlagen im Bereich 10-40 Kilowatt wird ebenfalls beschleunigt. Am 1. November sinkt sie von 17,42 Cent auf 16,98 Cent. In den beiden Folgemonaten wird sie auf 16,56 und 16,14 Cent sinken. Wie bisher ist die Einspeisevergütung für Großanlagen oberhalb von einem Megawatt die niedrigste, sie sinkt im November auf 12,39 Cent.

Zubaukorridor wird 2012 weit überschritten

Bei den letzten Verhandlungen des Solarkompromisses war der angestrebte Zubaukorridor umstritten. Die Bundesregierung wollte die Zielwerte ursprünglich absenken, der Bundesrat hatte jedoch eine Festschreibung des bisherigen Korridors von 2,5 bis 3,5 Gigawatt pro Jahr durchgesetzt. Genutzt hat es wenig, auch die Obergrenze von 3,5 Gigawatt wird 2012 deutlich überschritten. Allerdings wäre die Degression der Einspeisevergütung bei einer niedrigeren Obergrenze noch stärker ausgefallen. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden bereits mehr als 6,1 Gigawatt zugebaut. Die gesamte installierte Leistung stieg damit auf über 31 Gigawatt. Damit rückt ein Ende der Förderung näher. Die Planung sieht für 2020 eine Gesamtleistung von 52 Gigawatt vor. Wir dieser Wert früher erreicht, endet damit die Solarförderung. In einer Protokollnotiz wurde lediglich vage festgehalten, dass die Regierung zu diesem Zeitpunkt einen Vorschlag unterbreiten soll, wie weiter zu verfahren ist. Die aktuellen Zahlen lassen kaum einen Zweifel daran, dass die 52 Gigawatt deutlich früher erreicht werden.