Details zur Förderung von Solarstromspeichern

Im Rahmen des Solarkompromisses haben Bund und Länder sich im letzten Jahr darauf geeinigt, dass ein Förderprogramm für Stromspeicher für Photovoltaikanlagen aufgelegt werden soll. Kürzlich hat das Umweltministerium bestätigt, dass ein solches Programm in Kürze gestartet werden soll. Jetzt sind die Förderdetails bekannt geworden, bislang allerdings noch inoffiziell.

Förderung nach bekannten Mustern

Das Förderprogramm folgt bekannten Mustern, die beispielsweise von der Förderung der Solarthermie bekannt sind. Käufer eines Solarstromspeichers können diese Investition vollständig über Kredite der KfW-Bank finanzieren. Die Kredite werden mit einer Laufzeit von fünf oder zehn Jahren angeboten, wobei ein beziehungsweise zwei tilgungsfreie Anfangsjahre möglich sind. Für Speicher mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren sollen auch Kredite mit einer Laufzeit von 20 Jahren vergeben werden. Der Zinssatz wird individuell ermittelt, wobei auch die Bonität des Antragstellers berücksichtigt wird. Als direkte Förderung gewährt der Bund einen Tilgungszuschuss von 30 Prozent.

Fördervoraussetzungen

Das Programm ist nicht zur Nachrüstung des Altbestandes an Photovoltaik Anlagen gedacht, sondern ausschließlich für Neuanlagen. Nachrüstungen sind nur für Anlagen möglich, die erst 2013 in Betrieb genommen wurden und eine Leistung von maximal 30 Kilowatt aufweisen. Ansonsten wurden die Fördervoraussetzungen so festgelegt, dass das Ziel der besseren Netzintegration dadurch erreicht wird. Die wichtigste Voraussetzung besteht in der dauerhaften Beschränkung der Stromeinspeisung auf 60 Prozent der Nennleistung der Anlage. Darüber hinaus muss der Wechselrichter durch den Netzbetreiber ferngesteuert werden können. Beides überrascht nicht, denn die Förderung der Speicher dient dem Zweck, die wetterbedingten Schwankungen der Einspeisung von Solarstrom zu glätten. Zu beachten ist, dass die Beschränkung auf 60 Prozent für die gesamte Förderdauer der Photovoltaik Anlage von 20 Jahren gilt, also gegebenenfalls auch nach einer Demontage des Speichers fortwirkt. Nachvollziehbar erscheint auch, dass nur Speicher gefördert werden, auf die der Hersteller für sieben Jahre eine Zeitwertersatzgarantie gewährt. Die Lebensdauer ist eines der großen technischen Probleme von Batteriespeichern, weswegen es sinnvoll erscheint, hier Mindestanforderungen zu stellen.

Keine klare Richtung erkennbar

Umweltminister Altmaier hat erkennen lassen, dass er dieses Programm in erster Linie auflegt, um die Zusagen des Bundes im Solarkompromiss einzuhalten. Wirkliche Begeisterung klingt anders! Das ist aus seiner Perspektive nachvollziehbar. Kürzlich hat er mit dem „Energie-Soli“ und der „flexiblen Einspeisevergütung“ umstrittene Vorschläge unterbreitet, um die Besitzer von Photovoltaik Anlagen an der Finanzierung der Energiewende zu beteiligen. Dieses Programm weist exakt in die Gegenrichtung. Es wird nicht nur eine zusätzliche Förderung geschaffen, sondern auch der Anteil des selbst verbrauchten Stroms gesteigert, auf den Anlagenbesitzer bisher jedenfalls keine EEG-Umlage und keine Steuern zu zahlen brauchen.