Ertragsoptimierung & Wartung der PV-Anlage

Während der Sommermonate liefert eine Photovoltaikanlage den größten Teil der jährlichen Strommenge. Wenn es in dieser Zeit zu Leistungseinbußen kommt, gerät die gesamte Rentabilitätsberechnung ins Wanken. Daher empfiehlt es sich, die Anlage im Frühjahr einer Überprüfung zu unterziehen. Eine regelmäßige Wartung der Anlage ist meist ohnehin unerlässlich, da sowohl die Garantiebedingungen der Hersteller als auch die Vertragsbedingungen der Photovoltaik Versicherung eine solche im Regelfall voraussetzen.

Mögliche Gründe für Leistungseinbußen

Liefert die PV-Anlage weniger Strom als bei der Planung prognostiziert, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Ein häufiger Grund liegt in der Verschmutzung der Module, die im Laufe der Zeit unweigerlich auftritt. Staub und anderer loser Schmutz wird durch Regen von ganz allein von den Modulen gewaschen, aber festsitzender Schmutz wie beispielsweise Vogelkot muss regelmäßig entfernt werden. Auch Fehler in der elektrischen Anlage können die Leistung schmälern. Dazu gehören beispielsweise ein zu geringer Kabeldurchmesser oder ein ungeeigneter Aufstellort für den Wechselrichter. Eine ungestörte Wärmeabfuhr sollte gewährleistet sein, darüber hinaus sollte der Aufstellort relativ staubarm sein.

Wenn die Sichtprüfung nicht hilft

Diese einfachen Prüfungen reichen für eine Routinekontrolle ohne besonderen Anlass vollkommen aus. Schwieriger gestaltet sich die Prüfung, wenn die Leistung nicht den Erwartungen entspricht und die aufgeführten einfachen Maßnahmen nicht ausreichen, um den Fehler zu lokalisieren. Hier hilft nur eine genaue Kontrolle der Anlage, die mit erheblich mehr Aufwand verbunden ist. Eine denkbare Ursache kann darin liegen, dass ein Modul verkehrt herum installiert wurde. Das sollte nicht vorkommen, kommt aber in der Praxis gelegentlich vor. Es ist nicht egal, in welcher Richtung ein Modul von Strom durchflossen wird. Leistungseinbußen können auch durch Wasser verursacht werden, das in die Module gelangt ist. Schließlich ist auch zu prüfen, ob ein Gegenstand permanent einen Schatten auf einen kleinen Teil der Photovoltaikanlage wirft. Bei einem weiter entfernten Gegenstand wie einem neu aufgestellten Mast sind die Folgen gewöhnlich eher gering, da der Schatten im Tagesverlauf wandert. Anders sieht es aus, wenn sich der Gegenstand nahe der Anlage befindet und seinen Schatten ständig auf dieselbe kleine Fläche wirft. In diesem Fall bildet sich ein so genannter Hot Spot. Dieser entsteht, weil der elektrische Widerstand in diesem Schattenbereich höher ist und das Modul an dieser Stelle daher permanent aufgeheizt wird.

Nicht unbedingt den Installationsbetrieb beauftragen

Viele Gründe für eine Leistungseinbuße lassen sich auf Planungs- oder Installationsfehler zurückführen. Daher kann es empfehlenswert sein, den Wartungsvertrag für die Photovoltaikanlage mit einem anderen Betrieb abzuschließen als dem, der die Anlage installiert hat. Nicht jeder wird gerne auf eigene Fehler aufmerksam machen.

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