Beispielberechnung für die Photovoltaik Rendite ab dem 9. März 2012

Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen wird nach gegenwärtiger Planung der Bundesregierung bereits zum 09. März erneut gekürzt. Betreiber kleiner Dachanlagen mit einer Leistung bis 10 Kilowatt erhalten dann pro Kilowattstunde nur noch 19,5 Cent statt bisher 24,43 Cent vergütet. Für größere Anlagen bis 100 Kilowatt sinkt die Einspeisevergütung auf 16,5 Cent. Allerdings gilt dieser reduzierte Satz nur für den über 10 Kilowatt hinausgehenden Leistungsanteil der Anlage, für die ersten 10 Kilowatt gilt der Tarif für Kleinanlagen. Nach wie vor wird an dem Prinzip festgehalten, dass der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme einer Anlage geltende Satz für 20 Jahre festgeschrieben wird.

Keine Vergütung mehr für den Eigenverbrauch

Neu ist ebenfalls, dass der Eigenverbrauch von Strom nicht mehr gefördert wird. Da jedoch Betreiber von Kleinanlagen nur noch 85 Prozent der jährlichen Strommenge vergütetet bekommen, ist ein Eigenverbrauch von mindestens 15 Prozent dennoch erforderlich. Mit der erneuten Absenkung der Einspeisevergütung auf 19,5 Cent pro Kilowattstunde sinkt die Einspeisevergütung deutlich unter den typischen Strompreis von rund 24 Cent. Daher ist auch ein höherer Eigenverbrauch wirtschaftlich rentabler als die Einspeisung ins Stromnetz.

Teure Anlagen rechnen sich nicht mehr

Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die Rendite einer Dachanlage infolge der Kürzungen zwar selbstverständlich sinkt, die Anlagen aber dennoch nach wie vor rentabel bleiben. Einzig im oberen Preissegment schrumpft die Rendite derart, dass sich der Betrieb der Anlage kaum noch lohnt. Negativ wir die Rendite allerdings nur, wenn eine teure Anlage dort installiert wird, wo aufgrund der geographischen Lage oder der Ausrichtung des Dachs eine besonders niedrige Stromausbeute erzielt wird.

Einige Beispiele

In besonders günstigen Lagen, in denen pro Kilowatt installierter Leistung jährlich 1.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden, rechnen sich Photovoltaikanlagen nach wie vor. Bei einem Anlagenpreis von 1.800 Euro pro Kilowatt sinkt die jährliche Rendite durch die Kürzung zum 09. März von 11,59 Prozent auf 7,68 Prozent. Im oberen Preissegment, in dem die Anschaffungskosten der Anlage etwa 2.600 Euro pro Kilowatt Leistung betragen, sinkt die Rendite unter gleichen Voraussetzungen von 5,84 Prozent auf 2,56 Prozent. Deutlich kritischer sehen die Zahlen für ertragsschwache Lagen aus, in denen jährlich nur 800 Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung erzeugt werden. Billige Anlagen mit Anschaffungskosten von 1.800 Euro pro Kilowatt rechnen sich auch hier, für sie sinkt die Rendite von 7,97 Prozent auf 4,49 Prozent. Liegen die Photovoltaik Preise aber bei 2.600 Euro, geht die Rechnung nicht mehr auf. Anstelle der bisherigen Rendite von 2,80 Prozent fährt die Anlage einen Verlust von 0,28 Prozent pro Jahr ein. Eine Übersichtliche Tabelle zur Renditeberechnung von Photovoltaikanlagen bietetn die Stiftung Warentest an.

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