Wechselrichter

Wechselrichter sind neben den Solarmodulen die wichtigste Komponente einer Photovoltaikanlage. Durch die Auslegung und Qualität der Wechselrichter wird der Wirkungsgrad der Photovoltaikanlage wesentlich bestimmt.

Mehrere Wechselrichter für eine PV-AnlageFunktionsweise

Die in den Photovoltaik Modulen zusammengeschalteten Solarzellen produzieren nur Gleichstrom. Über den Wechselrichter wird der Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt. Dies ist notwendig, um den Strom ins öffentliche Netz einspeisen zu können. Je nach Anwendungsfall gibt es für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen unterschiedliche Wechselrichter:

  • Stringwechselrichter: Bei diesen Modellen werden mehrere Modulstränge zu einem Wechselrichter geführt.
  • Multistring-Wechselrichter
  • Modulwechselrichter: Bei dieser Bauart hat jedes Solarmodul einen eigenen Wechselrichter.
  • Zentralwechselrichter (für große Photovoltaikanlagen)

Auslegung und Anzahl

Gleichstromseite: Eine große Rolle spielt die Leistung der gesamten Solarmodule. Diese darf nicht höher sein als die maximal am Wechselrichter anschließbare Leistung. Als optimal gilt ein Verhältnis zwischen 0,9 und 1,2 zwischen Generatorleistung und Nennleistung des Wechselrichters.

DC-Eingangsspannung: Daneben ist die DC-Eingangsspannung (Gleichspannung) des Wechselrichters entscheidend. Von ihr hängt ab, wie viel Module an den Wechselrichter angeschlossen werden können.

MPP-Spannung: Die MPP-Spannung wiederum entscheidet, wie viel Module mindestens an den Wechselrichter angeschlossen werden müssen. Die MPP-Spannung der Module oder eines Strangs muss immer über der minimalen MPP-Spannung des Wechselrichters liegen.

Eingangsstrom: Der maximale Eingangsstrom des Wechselrichters muss immer über dem möglichen Solargeneratorstrom liegen. Daher bestimmt der maximale Eingangsstrom die Anzahl paralleler Stränge.

Kosten

Die tatsächlichen Kosten der Wechselrichter hängen selbstverständlich von der gewählten Art und deren Qualität ab. Wechselrichter haben eine Lebensdauer von rund zehn Jahren, sind also nicht so langlebig wie die Anlage. Normalerweise kann man 10 - 15 Prozent der Gesamtinvestition für die Wechselrichter veranschlagen.

Auswahl

Bei der Auswahl der Wechselrichter sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Als Auswahlkriterium ist der sogenannte Europäische Wirkungsgrad übrigens aussagekräftiger als der maximale Wirkungsgrad, da er die tatsächlichen Bedingungen besser widerspiegelt. Für die Auslegung der Wechselrichter bieten fast alle Hersteller eine entsprechende Auslegungssoftware an, sodass schlechte Wirkungsgrade vermieden werden.